Die Hafenbäder von Kopenhagen
Schwimmstadt
„Copencabana“ wird eines der drei Hafenbäder in der Innenstadt von Kopenhagen genannt. Und wenn mit dieser Bezeichnung ein Ort der Freude, der entspannten Atmosphäre, eines städtischen Strandlebens für alle gemeint ist, dann trifft es auf ganz Kopenhagen zu. Die Hafenbäder (Eintritt frei) mit Rettungsschwimmer:innen bieten Schwimmbahnen, Sprungmöglichkeiten, zum Teil sogar Saunen und immer auch Nichtschwimmerbecken. Insbesondere das „Islands Brygge“ mit einer Architektur zwischen Insel und Schiff begeistert auch die ganz Kleinen. Zudem gibt es in Kopenhagen diese gefühlt kilometerlangen Holzstege, von denen man auch ganz ohne Schwimmbad ins klare Wasser springen kann. Denn überall wird die Wasserqualität täglich von den Behörden überprüft und mittels eines Ampelsystems an die Badenden weitergegeben. Gehört hatten wir von Kopenhagen als besonderer Schwimmstadt schon oft, es zu erleben hat uns aber so richtig geflasht! Zu verdanken ist dies einer konsequenten städtischen Umweltpolitik, die über Jahrzehnte aus einer Hauptstadt inmitten dreckiger Industriegewässer eine Art Bademetropole geschaffen hat. Bleibt die Frage, warum Ähnliches andernorts so zögerlich angegangen wird.
Ausstattung:
Wasser:Mischung aus Meerwasser und Süßwasser
Becken:
1. Hafenbad Islands Brygge: zwei 50-Meter-Schwimmbecken, ein Sprungbecken mit Sprungmöglichkeiten aus ein, drei und fünf Metern Höhe
2. Hafenbad Fisketvoret/Copencabana: 50-Meter-Schwimmerbecken, Sprungbecken mit ein 1-Meter-, ein 2-Meter- und ein 3-Meter-Brett, ein 70 cm tiefes Kinderbecken
3. Hafenbad Sluseholmen: ein Schwimmerbecken, ein Sprungbecken, ein Jugendbecken, ein Kinderbecken
Barrierefreies Bad: Die Hafenbäder sind nur teils barrierefrei zugänglich. Genauere Informationen dazu erhält man auf der Seite https://www.visitdenmark.de/daenemark/reiseplanung/hafenbad-fisketorvet-gdk412709
Architektur/Historie: Die eigentliche Idee eines Hafenbades in der Innenstadt entstand um die Jahrtausendwende, da durch die konsequente Umweltpolitik das Wasser im Hafenbecken immer sauberer wurde. 2002 gab es zunächst ein erstes provisorisches Hafenbad als Testprojekt, was dann so beliebt war, dass 2003 das erste Hafenbad eröffnete: Das Hafenbad Islands Brügge (übrigens eines der frühen Werke des Architekten Bjarke Ingels), mit Sprungtürme wie Schiffsbauten und schwimmende Plattformen direkt im Wasser. Nur wenige Jahre später entstand das Hafenbad „Fisketvoret/Copencabana“ und 2012 kam als drittes Innenstadt-Hafenbad das „Sluseholmen“ dazu.
Sport- und Spielangebote: keine
Umkleide- und Sanitärräume:
1. Hafenbad Islands Brügge: Umkleiden und einfache Toiletten in der Nähe; Kaltduschen
2. Hafenbad Fisketvoeret/Copencabana: Es gibt ein einfaches Toilettenhäuschen; in der Praxis werden die Toiletten im angrenzenden Einkaufszentrum Fisketorvet genutzt.
3. Hafenbad Sluseholmen: Umkleidemöglichkeit und Toilette vorhanden.
Grünanlage: Auf den Holzstegen kann man sein Handtuch ausbreiten.
Gastronomie: Die Hafenbäder selbst besitzen keinen Kiosk oder Imbiss. Es gibt aber in unmittelbarer Nähe Cafés und Restaurants.
Betreiber/Unterstützer: Stadt Kopenhagen
ÖV: Alle Hafenbäder erreicht man am besten mit dem Fahrrad.
Adresse:
- Hafenbad Islands Brygge: Islands Brugge 14, 2300 København S, dk
- Hafenbad Fisketvoret/Copencabana: Kalvebod Brygge 55, 1560 København V, dk
- Hafenbad Sluseholmen: Ben Webster Vej 69, 2450 København SV, dk
Internet: VisitDenmark ist eine informative Webseite für die Hafenbäder. https://www.visitdenmark.de/daenemark/reiseplanung/hafenbad-islands-brygge-gdk482346






